Onlinekreuze
20. Juni 2009
Nachdem der Bundestag am Donnerstag Abend die Einführung einer Zensurinfrastruktur beschlossen hat und dabei den Rat von Experten, die Petition von über 134.000 Bürgern und offensichtliche eigene Lügen völlig ignorierte, kommt jetzt eine kleine politische Sommerpause und dann startet der Bundestagswahlkampf.
Die interessante Frage wird sein: Werden CDU und SPD überhaupt in einen Onlinewahlkampf einsteigen und wenn ja, wieso überhaupt? Den ganzen Beitrag lesen.
Testgeschnatter
20. Februar 2009
Nachdem ich ja vor kurzem erst ausführlich über twitter.com geschrieben habe, will ich heute mal einen echten Praxistest wagen und den Service von twitter.com bei einer Veranstaltung als Pseudo-Live-Berichterstattung einsetzen.
Im Rahmen von halle-waehlt.de bin ich heute zu einer Veranstaltung der SPD Halle geladen, dort wird über das Kommunalwahlprogramm diskutiert. Und, so die Technik mitspielt, werde ich von dort ab 18:00 auf dem Kanal von halle-waehlt.de auf twitter.com ähm… naja.. twittern halt. ;-)
Geplapper und geschnatter
8. Februar 2009
Ich habe ja sehr lange Zeit überlegt, welchen Zweck Twitter eigentlich hat. Der Service war (und ist immer noch) ein recht großer Hype.
Die Idee ist einfach: Ein Nutzer kann Kurznachrichten auf seine twitter-Seite stellen, die maximal 140 Zeichen lang sein dürfen. Man kann auch die Nachrichten (”Tweeds”) von Bekannten folgen oder alle Nachrichten, die einem bestimmten Thema veröffentlicht wurden. Diese Themen werden innerhalb von Twitter mit der Raute (#, Hashtag genannt) verbunden. So findet man zum Beispiel auf der Seite hashtags.org alle Beiträge zum Thema “Politik”, die im eigenen Twitter-Eintrag mit #politik gekennzeichnet wurde: hashtags.org/tag/politik.
All das kann man nun in einen Feedreader einbinden, also ein Programm, was die eigenen und Postings von Bekannten sowie Nachrichten zu bestimmten Themen zusammenfasst und ist ständig über alle Nachrichten informiert.
Soviel zur Theorie, nun zur Praxis, und ich darf vorwegnehmen, so richtig bin ich von Twitter immer noch nicht überzeugt.
Die Partei, die Partei
24. Oktober 2007
die hat manchmal das Internet verschlafen.
Gestern abend fand, organisiert von der Heinrich-Böll-Stifung, einer grünen Parteistiftung, eine Veranstaltung zum Thema „Mit Videokamera und Weblog – die Zukunft politischer Kommunikation?” statt. Da ich ich, wie einige vielleicht wissen, für politische Kommunikation im Internet interessiere, musste ich natürlich die Veranstaltung besuchen.
Auf dem Podium vertreten waren Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Robert Heinrich (Leiter Öffentlichkeitsarbeit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Prof. Dr. Manfred Kammer (Institut für Medien und Kommunikationswissenschaften MLU Halle) und als Moderator Martin Grimm (Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt). Das Auditorium war erstaunlich schlecht besetzt, es waren knapp 10 weitere Zuhörer an diesem Thema interessiert.
Ohne jetzt die gesamte Veranstaltung wiederzugeben, will ich kurz die Punkte, die für mich am wichtigsten waren, notieren.
Den ganzen Beitrag lesen.
Auferstanden aus…
30. August 2006
..einem langen Schlaf. Halle wählt ist wieder da und berichtet ab sofort über die Wahl zum Oberbürgermeister in Halle an der Saale am 12.11.2006. Momentan ist der Wahlkampf leider noch nicht sehr spannend und auch die Anzahl der sich bewerbenden Kandidaten ist sehr übersichtlich. Aber ich vermute, das wird noch.
Oh Gott, eine Diskussion
20. Januar 2006
![]()
Lange habe ich überlegt, jetzt mache ich es einfach. Ich spiele seit geraumer Zeit mit Herrn Helmut Gobsch, einige kennen ihn bereits. Wer ihn noch nicht kennt, schaut einfach einmal in sein Wahlprogramm, mit dem er zur Bundestagswahl 2005 angetreten ist. Aber bitte nicht zu laut lachen, Herr Gobsch meint das alles sehr ernst.
Was Herr Gobsch allerdings ärgert, sind Kommentare. Vor allem Kommentare, die sich kritisch mit seinen Aussagen auseinandersetzen. Aktuell, siehe auch den Screenshot nebenan, ging es um Dr. Rath und seine fürchterliche Vitamintherapie, mit der Dr. Rath Krebs und AIDS heilen will. Mehr zu Dr. Rath gibt es hier beim SWR und hier bei der Welt.
Herr Gobsch verkauft auch ähnliche „Gesundheitsprodukte” und steht verständlicherweise auch hinter der abstrusen Theorien des Dr. Rath. Leider war die Antwort des Herrn Gobsch auf meine Fragen sehr kurz und allzu deutlich: Er hat meine Kommentare einfach gelöscht. Natürlich ist das einfacher als sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, aber es ist stillos.
Also, vielleicht habt ihr ja mehr Erfolg bei einer Diskussion mit Herrn Gobsch, fragt ihn Löcher in den Bauch. ;-)
Taxifahrer
11. Dezember 2005
Am Dienstag dieser Woche war ich bei einer Veranstaltung des Instituts für Soziologie der Uni Halle. Das Thema der Veranstaltung war die Vorstellung des Buches Grundgesetz Szenario von Prof. Dr. Joseph Huber, Professor für Wirtschaftssoziologie. Überschrieben war die Diskussion über das Buch mit „Zwischen Sozialetatismus und freiheitlicher Bürgergesellschaft: Die deutsche Staats- und Wirtschaftsverfassung unter Reformdruck”.
Der Autor geht bei der Analyse in drei Schritten vor: In einem ersten Teil präsentiert er die 159 Artikel seines neuen Grundgesetzes, die er in einem zweiten Kommentarteil ausführlich erläutert. Seine Überlegungen beziehen sich auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens und reichen vom demokratischen Aufbau des Staates über Marktorganisation und Steuerwesen bis hin zu konkreten Politikfeldern wie Familien-, Arbeitsmarkt- oder Bildungspolitik. Die einzelnen Themenkomplexe sind dabei so verfasst, dass sie im Einzelnen wie im Ganzen lesbar und verständlich sind. Im dritten und letzten Abschnitt, dem Generalkommentar, fasst der Autor sein Reformszenario zusammen und zeigt auf, wie die nötigen Reformen umgesetzt werden könnten.
Die Thesen, die Prof. Huber auf der Veranstaltung vorstellte, klingen sehr interessant, zumal er, wie nur wenige andere, nicht nur Vorschläge zur nötigen Reformierung macht, sondern auch konkrete Ideen zur praktischen Umsetzung seiner Vorschläge vorlegt.
Ne, den wollen wir nicht
9. November 2005
Nachdem Lothar Bisky heute zum vierten Mal nicht zum Vizepräsidenten des Bundestages gewählt wurde, brachte mich Tom K. auf eine Idee: Das Abstimmungsergebnis einfach mal grafisch darstellen und schauen, ob eine Tendenz erkennbar ist. Diese ist zwar nicht zu sehen, aber etwas anderes schon: Hätte schon in der zweiten Abstimmungsrunde die einfache Mehrheit ausgereicht, wäre Bisky einer der Vizepräsidenten und dieses kleine Scharmützel wäre vergessen. Andererseits wäre dann das Ergebnis sicher nicht so ausgefallen.
Quelle: Protokoll der 1. Sitzung des Deutschen Bundestages vom 18.10.2005
Taschenspieler
21. September 2005
In den Tagesthemen werden gerade die neuesten Gerüchte des seit inzwischen drei Tagen laufendem Wer-mit-wem-Spielchen unserer Volksvertreter weiterverbreitet.
Nur mal als kleine Erinnerung an dieselben:
GG, III. Der Bundestag, Artikel 38 [Wahl]
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
Also, meine lieben Herren, das Volk das im ersten Satz gesagte erledigt. Nun wollte ich nur noch einmal auf das Vertreter des Volkes hinweisen. Es ist mir langsam fast völlig egal, wer regiert, nur sollte das eventuell mal irgendjemand übernehmen. Was in die Parteien gefahren ist, kann ich leider nicht nachvollziehen: Die eine berlusconiiert durch die Medien, die andere versucht noch den Schock der Wahl zu überstehen. Eine steht völlig ganz außen vor und die anderen beiden begreifen nicht, das sie zusammen einen Teil der Regierung bilden könnten. Und da ich gerade im Grundgesetz stöbere, gleich noch einen hinterher, denn das, was gerade passiert, entspricht nicht dem Sinn der Sache:
GG, II. Der Bund und die Länder, Artikel 21 [Parteien]
(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.