Es tut mir leid

21. Juli 2007

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…das ich mir heute die erste, aktuell noch laufende Etappe der Tour de France, im Fernsehen anschaue. Nachdem ich mich nicht, zumindest nicht hier, an der Dopingdebatte beteiligen will, muß ich doch über die Art und Weise der Übertragung beklagen.
Auch wenn ARD und ZDF die Dopingproblematik in den letzten Jahren mehr oder weniger ignorierten, waren die Liveübertragungen von Fachwissen über den Radsport und über Land und Leute (sprich Frankreich und Franzosen) geprägt. Beides habe die beiden Herren Saatmann (N24-Sportchef) und Kluge (ein Radfahrer, der nie bei der Tour war und UCI-Funktionär ist), die sich gerade beim „Sportsender Pro7” durch die Übertragung stümpern, überhaupt nicht. Grundsätzlich wird nur über Klöden und den Regen gesprochen, das Thema Doping wird (logischerweise) natürlich überhaupt nicht angesprochen und sobald, wie gerade bei der Einblendung der Kathedrale von Albi zu sehen, etwas anderes als Radfahrer gezeigt wird, wissen die beiden „Moderatoren” nichts zu sagen.
Ich erinnere mich gern an die Reportagen der ARD und des ZDF, bei denen man nicht nur viel über den Radsport erfuhr, sondern, um beim konkreten Beispiel zu bleiben, sicher auch etwas über die Kathedrale, über den Käse der in dieser Region gefertigt wird und den Rotwein, der am besten dazu passt, erfahren hätte. Und gerade das machte den Reiz der Tourübertragungen aus: Sportmoderatoren, die ihr Handwerk gelernt haben und auch mal, abseits des Renngeschehens, interessante Fakten zu berichten wussten.
Aber wie ich letztes Jahr schon vermutete: Radsport ist tod.

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Jaaa, mir warn mim Radl do

30. Juni 2006

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Ich war mal Teilzeit-Radsportfan. Zumindest das Großereignis des Jahres, die Tour de France, habe ich mir so intensiv wie möglich gegönnt. Spannende Rennen, Bergetappen, Sprints, Taktik und Kraft. Es war immer alles dabei, nicht umsonst sagt man zur Tour ja auch „die Tour der Leiden”.
Vor ein paar Jahren fingen die Zweifel über das Doping im Spitzensport im allgemeinen und im Radsport im besonderen an: Da war das 1998, in dem die kompletten Mannschaften von Festina und von TVM aus dem Rennen geworfen wurden. Jedes Jahr kam mehr dazu, Gerüchte, Ermittlungen, Beweise. Der Höhepunkt (oder soll ich eher sagen Tiefpunkt?) ist nun erreicht: Jan Ullrich und Oscar Sevilla vom dem T-Mobile-Team werden nicht starten, und die aktuellen Ermittlungen werden weiter gehen, es werden sicher noch mehr Fahrer aus dem Feld genommen.
Danke, liebe dopende Profisportler, das ihr den Sport kaputt gemacht habt, danke, das aus dem Kampf um das gelbe Trikot nun ein Kampf um „wer dopt am besten” geworden ist. Danke, das eine weitere Sportart dem Ego und dem Größenwahn zum Opfer fällt. Oder, um es wie ein Bekannter ausdrückte:

Echter Sport? Echten Sport gibt es nur noch zum selbermachen. :-(

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Ours is the age which is proud of machines that think and suspicious of men who try to.
„O brave new world”
Howard Mumford Jones, 1964

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