Was mit Medien
16. April 2009
Natürlich ist es für die Stadt Halle wichtig, das hier viele Filme gedreht werden, so eine kostenlose Marketingkampagne lässt sich jeder gefallen. Natürlich bedeutet das Einschränkungen für die Anwohner in den Straßen, in denen die unbezahlten Praktikanten Filmhelfer arbeiten. In den letzten drei Tagen wurden direkt vor dem Haus, in dem ich wohne, einige Szenen für die Verfilmung des Romans Boxhagener Platz gedreht. Eigentlich unspektakulär, wären da nicht die unterste Kaste der unbezahlten Praktikanten Filmhelfer. Da werden Halteverbotsschilder mal eben auf die andere Straßenseite gestellt um Autos abschleppen zu lassen, sämtliche mündlichen Anweisungen werden nur gebrüllt und neben der Polizei und dem Ordnungsamt entsteht eine dritte Macht, die Straßen sperren oder Bewohnern den Zugang zu ihren Häusern versperren darf.
Am Montag wurde ein kleines Kind fast vom nebenstehenden Ford Galaxy Leihwagen der Firma Hertz überfahren, als der Fahrer des Wagens es für nötig hielt, den Fußweg als Straße zu benutzen, weil selbige durch ein Müllfahrzeug kurz versperrt war. Eine Sekunde später aus der Haustür raus und es hätte furchtbare Folgen gehabt. Von der Produktionsfirma Claussen+Wöbke+Putz konnte mir am Nachmittag keiner mehr sagen, wer das Auto fuhr, der Herr, dem die im Auto ausgelegte Telefonnummer gehört, war seiner Aussage nach gar nicht in der Nähe. Und die Polizei sagt, nachvollziehbarerweise, eine Anzeige hätte nur Erfolg mit Zeugen, die ich leider nicht habe. Schade.
Bleibt mir nur zu schreiben, das sich bei der Produktion des Films „Boxhagener Platz” Leute beteiligen, die sich wie Idioten aufführen.
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Kommentar(e)
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ich gucke den film nicht