Dann isses halt wech
15. Juni 2005
Die MZ berichtet heute über die veruntreuten Müllgebühren, die sich ein Mitarbeiter "abzweigte": mz-web.de: Mitarbeiter zapfte Überschuss-Konto aus Müllgebühren an.
Der Artikel läßt einige Fragen offen, den für mich ist es unerklärlich, das ein Unternehmen ein Konto hat, auf dem Geld gehortet wird, das aber gänzlich ohne Kontrolle ist:
Weil über das Konto keine weiteren Aktivitäten abgewickelt werden, konnte ein Mitarbeiter der Stadtwirtschaft seit Jahren unbemerkt Beträge auf sein Privatkonto überweisen.
Wen wollen die Verantwortlichen hier verkaspern? Müssen solche Gelder nicht bilanziert werden? Ist das die berühmte "kreative Buchhaltung"? Ist es üblich, das Unternehmen der Stadt Gelder auf ihren Konten lagern und diese dann "vergessen"? Aber bei einem Jahresgewinn von 13 Millionen € kann so etwas ja mal passieren.
Eine finanzielle Mehrbelastung der Hallenser sei jedoch ausgeschlossen.
Das wäre ja noch schöner. Erst vergessen die Stadtwerke Gelder, dann findet man sie wieder und stellt fest, das etwas fehlt und dann stehen die Hallenser dafür gerade.
Ich finde es sehr bezeichnend, das kein Verantwortlicher der Stadtwerke Rede und Antwort stehen muss, geschweige denn, das jemandem aus dieser Etage Vorwürfe gemacht werden.